Eine Städtereise nach Turin

Die italienische Stadt Turin liegt idyllisch im Piemont und kann mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in der Umgebung aufwarten. Egal ob der gläserne Lift im Filmmuseum oder die Kathedrale Duomo di San Giovanni die das Turiner Grabtuch beherbergt, Touristen lieben die Stadt und das Ambiente das Turin zu bieten hat.

Die spektakulären Wahrzeichen Turins

Eigentlich sollte die Mole Antonelliana, zwischen 1863 und 1880 errichtet, eine Synagoge werden. Da die Baukosten zu hoch wurden und die italienische Hauptstadt von Turin nach Florenz verlegt wurde, änderte man den Bauplan. Heute beherbergt das Wahrzeichen Turins das nationale Filmmuseum, das auch dank des spektakulären Aufzugs zahlreiche Besucher anlockt. Ein freischwebender gläserner Lift wird an Führungskabeln durch die Kuppel des Hauptraums hindurch gezogen und macht auf einer Aussichtsplattform halt.
Der Turiner Dom, offiziell auch Kathedrale Duomo die San Giovanni genannt, wurde von 1491 bis 1498 gebaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turiner Dom ist die Hauptkirche Turins und beherbergt das Turiner Grabtuch, welches das Abbild Jesus zeigen soll. Die Kapelle in der das Turiner Grabtuch ausgestellt ist, wurde von 1668 bis 1694 gebaut. Das Turiner Grabtuch selbst beschäftigt noch immer viele Historiker, Wissenschaftler, Forscher und Theologen. Bis heute konnte die Entstehung des Abbildes nicht geklärt werden, da experimentelle Versuche alle scheiterten. Das Tuch ist somit das meist untersuchte Objekt in der gesamten Geschichte der Menschheit und auch eines der umstrittensten. Für viele Gläubige und Pilger besteht jedoch kein Zweifel daran, dass das Tuch das Abbild Jesus zeigt.
Die Superga, die eigentlich den Namen Basilica della Natività di Maria Vergine trägt, gehört ebenfalls zu den Wahrzeichen der Stadt und ist eine Wallfahrtskirche am Rande Turins. Als die Stadt 1706 belagert wurde, gelobte Herzog Viktor Amadeus II. eine Kirche zu bauen, falls Turin befreit würde. Nachdem die Stadt nicht erobert wurde begann der Herzog 1716 die Kirche zu bauen, ein Vorhaben das erst 1731 zu Ende geführt werden sollte. Hoch über der Stadt entstand eine wunderschöne Kirche, die als Meisterwerk des Barocks gilt. Bei gutem Wetter hat man, vom imposanten Standpunkt der Kirche aus, einen schönen Ausblick auf die Alpen.

Residenzen und Schlösser als Weltkulturerbe

Das Lingotto Gebäude war früher die größte Autofabrik der Welt, mittlerweile wurde das Bauwerk vom Architekten Renzo Piano in ein Kongresszentrum, Konzerthalle, Hotel und Einkaufzentrum umgewandelt. Zusätzlich befindet sich am Dach des Gebäudes das Pinacoteca Giocanni e Marella Agnelli Kunstmuseum. Die Pinakothek wurde 2002 eröffnet und beherbergt 25 Kunstgegenstände, die aus der privaten Sammlung des Agnelli Ehepaar stammen.
Das Museo Egizio befasst sich ausschließlich mit Ägyptologie und besitzt international bekannte altägyptische Artefakte.
Im Zentrum von Turin befinden sich einige Residenzen vergangener Könige, so zum Beispiel der Palazzo Reale, der dem König von Piemont-Sardinien als Königspalast diente und später sogar Sitz des italienischen Königreichs wurde.
Gleich in der Nähe steht der Palazzo Madama, welcher aus einem barocken Anbau und einem alten Teil besteht. In der Römerzeit entstand der alte Teil als Stadttor und wurde im Mittelalter zu einer Festung umgebaut. Die Residenzen und Schlösser der Herzöge von Savoyen wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Image: c – Fotolia

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