Alle Wege führen nach Rom
Mit seinen 3 Millionen Einwohnern ist Rom die größte Stadt Italiens und gleichzeitig auch die Hauptstadt. Die Region Latium umgibt die Metropole, die an den Ufern des schönen Tiber liegt. Die ewige Stadt, schon durch ihre Rolle in der Antike weltbekannt, zeigt auch heute noch seinen Besuchern unzählige Sehenswürdigkeiten, die praktisch zu Besichtigungstouren animieren. Um sich wirklich alle Eindrücke zu verschaffen, werden Tage benötigt, vollgefüllt mit Touren durch oder um Rom herum. Der Vielzahl der Besichtigungspunkte wegen, ist eine gute Planung unvermeidbar und so werden von den Touristikunternehmen praktische Pakete angeboten, die man sich nach eigenen Wünschen zusammenstellen kann.
Das Zentrum der Stadt
Die Via del Corso durchquert die Innenstadt, und zeigt schon die ersten weltbekannten Bauwerke, wie zum Beispiel die spanische Treppe oder die Fontana di Trevi. Am Ende des Corsa liegt die Villa Borghese mit der Villa Giulia, einem etruskischen Museum mit Weltgeltung. Unweigerlich kommt die Altstadt in Sichtweite, das Centro Storico hat mannigfaltiges zu bieten. Il Gesu, 1568 erbaut, ist die Hauptkirche und der Sitz des Jesuitenordens. Die Area Sacra zeigt Reste eines 1926 gefundenen Tempelbezirks aus der Zeit der Römer. Über die zweitgrößte Kuppel nach der Peterskirche verfügt Sant Andrea della Valle, mit den Gräbern der Päpste Pius II und Pius III. Der Campo dei Fiori bietet endlich was Neuzeitliches, auf dem berühmten Marktplatz wird fast alles verkauft.
Auf sieben Hügeln wurde Rom einst erbaut, auf dem kleinsten steht das Kapitol. Der Tempel des Jupiter, dem obersten Gott der Römer geweiht, besticht noch heute durch seine von Michelangelo entworfene Treppe, die von Castor und Pollux bewacht wird. Das Museum des Kapitols ist mit unzähligen Statuen, Gemälden und Bildwerken bestückt, es wartet ein tagefüllendes Programm. Hier steht auch die römische Wölfin, die Remus und Romulus gesäugt hat. Das antike Zentrum zeigt, wo Rom früher regiert wurde, vom Forum und später vom Paladin. Drei Durchgänge hat der Triumphbogen, der für Septimus Severus gebaut wurde.
Vorbei an dem runden Tempel der Vesta, der Feuerbeschützerin, gelangt man zum Paladin, hier wurde die Stadt von Romulus gegründet und auch benannt. Später wohnte hier der Kaiser Augustus.
Das Kolosseum, schon durch die Gladiatorenkämpfe mit Blut beschmiert, ist vielleicht das Highlight der Stadt. Im Jahr 72 n.Chr. von Kaiser Vespasian erbaut, bot es Platz für 50 000 Besucher und bot seit Kaiser Augustus dem römischen Volk die grausigen Kämpfe zur Volksbelustigung an.
Direkt daneben steht der Konstantinbogen, mit diesem Triumphbogen wurde Kaiser Konstantin als Befreier Roms gefeiert. Die Kirche San Pietro in Vincoli beherbergt die Ketten, mit denen Petrus gefesselt war.
Ein Abstecher in den Vatikan
Auf dem Weg zum Vatikan dürfen die Engelsbrücke und die Engelsburg nicht vergessen werden. Vielleicht die schönste Brücke Roms, durch ihre 10 Engel weltbekannt, heute nur noch für Fußgänger nutzbar, führt sie direkt zur Engelsburg, dem Grabmal Kaiser Hadrians, das heute als Museum genutzt wird. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten, auf den Petersplatz zu kommen.
Entweder über die Via della Conciliazione, eine Prachtstraße, oder den Borgo, ein mittelalterliches Stadtviertel mit kleinen Gässchen, früher auch als Fluchtweg de Päpste bekannt.
100 000 Menschen bevölkern den Petersplatz, wenn der Papst seinen Auftritt hat.
248 Säulen und 88 Pfeiler bilden die Kolonnaden, rund um den Platz. 140 Heiligenstatuen bilden den Abschluss. Auf dem Grabmal des Petrus wurde im 4. Jahrhundert die erste Peterskirche errichtet. Die Petrusstatue und die Maria von Michelangelo sind nur einige der unvergleichlichen Schätze, die die Peterskirche zu bieten hat. In den vatikanischen Grotten sind etliche Päpste bestattet, so auch Johannes Paul II vor seiner Seligsprechung. Die Kuppel der Peterskirche darf wohl als einmalig bezeichnet werden, man sollte sie unbedingt besichtigen.
Image: mirec – Fotolia
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